Boßeln ist ein Spiel, bzw. eine Sportart, die überwiegend in den norddeutschen Küsten­regionen, aber auch weltweit gespielt wird. Andere Verbreitungsgebiete sind die Niederlande, Irland, Italien oder manche Gebiete der USA, in die es durch deutsche Auswanderer eingeführt wurde. Die Boßeln (plattdeutsch für Kugeln, allgemeiner: Kloote) waren in der An­fangs­zeit des Sports aus einem schweren Holz (Pockholz) gefertigt; mittlerweile kommen jedoch auch Kloote zum Einsatz, die aus synthetischen Materi­alien gefertigt sind. Außerdem werden Gummikloote benutzt. Im klassischen Boßeln spielen zwei Mannschaften (bei Wettbewerben in 4 Gruppen mit je 4 Werfern besetzt) gegen­einander. Dabei gibt es keine feste Wurfbahn, sondern die Wettbewerbe finden auf Straßen statt. Jeder Werfer setzt mit seinem Wurf an dem Landepunkt des Vorwerfers seiner Mannschaft an. Ziel ist es, die jeweilige Boßelstrecke mit möglichst wenigen Würfen zu überwinden. Die Mannschaft, die dafür die wenigsten Würfe be­nötigt, hat gewonnen. Bei gleicher Wurfanzahl wird das Spiel als unentschieden gewertet. Die Streckenlänge ist unterschiedlich, da, je nach Straßenbeschaffenheit, die Wurflänge unter­schied­lich ausfällt. Sie sollte aber so sein, dass jeder Werfer zwischen 10 und 12 Würfe zu absolvieren hat. Dabei ist eine Gesamt­strecken­länge von ca. 8 Kilometern nicht selten. Daneben gibt es die Einzelvariante mit festen Wurf­bahnen, welche oft beim Preiswerfen gewählt wird.