Der Bossel- und Bügelclub wurde am 28.12.1979 als reiner Bosselclub gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Jochen Kock (Vorsitzender bis März 2007!), Manfred Buchweitz († 2006), Bernd Ottermann und Monika Franke, alle erste Vorstandsmitglieder.

Bis heute verzeichnet der Verein zahlreiche Erfolge im Klootschießer- und Bosselverband NRW. Im laufe der Jahre gab es auch Freundschaftswettkämpfe in Ostfriesland, dem Heimatland des Bosselns. Ein besonderes Highlight war sicherlich im Jahre 2003 die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften in Willich. Dies war besonders eine logistische Herausforderung, da über 100 Spieler an drei unterschiedlichen Wettkampforten (Hardt, Fellerhöfe und Stadion Freizeitzentrum) um die Titel kämpften. Das positive Feedback von den „Profis“ aus dem Norden zeigte uns aber, dass der Verein und der Verband NRW auch für solche Großprojekte gut aufgestellt ist.

Bei einem Pfingstausflug 1987 zur Dorenburg in Grefrath bekommt der damalige Vorsitzende, Jochen Kock, erstmals Kontakt zum Bügelsport. Dort im Freilichtmuseum richtet der BC Dorenburg bis heute seine internationalen Bügelmeisterschaften aus. Fasziniert von dem Spiel aus Taktik, Geschick und vor allem Geselligkeit (es spielen Frau und Mann, alt und jung zusammen) setzt sich bei ihm die Idee fest, diese alte niederrheinische Sportart auch nach Willich zu bringen. 1992 beschließt die Mitgliederversammlung den Bau einer Bügelbahn und fängt an, Rücklagen für den Bau zu bilden. Das lange Suchen nach einem geeigneten Standort endete 1995. Es sollte ein Standort möglichst mit Gastronomieanbindung sein und so kam man zum Grundstück hinter der Hött. Man nahm Kontakt mit dem Besitzer Willy Paschertz auf und wurde sich schnell einig.

Im Februar 1999 hatte man das Startkapital und die nötige Manpower und begann mit dem Bau. Unter Einsatz von viel Schweiß und Blasen an den Händen war am 20.11.2001 endlich die offizielle Eröffnung der damals noch offenen Bahn.

Man trainierte viel und der Ehrgeiz wuchs, wie es wohl wäre, regelmäßig sein Können mit anderen Büglern zu messen? So kam die Erkenntnis: Das geht nur, wenn man sich dem Niederländischen Bügelbund anschließt und dort in der Meisterschaft mitmacht. Dem Niederländischen Bügelbund gehören zurzeit über dreißig Vereine an, die fast alle aus dem Kreis Limburg kommen. Und so stand das nächste Projekt fest, das „Frostsichermachen“ der Anlage. Da die Saison in den Wintermonaten stattfindet und der Lehmboden frostfrei sein muss, blieb uns nichts anderes übrig, als aus der offenen, eine geschlossene Anlage zu machen. Dies geschah 2003-2004, wo der Spielbetrieb zeitweise eingestellt wurde. Am 24.06.2005 wurde die Bahn vom Niederländischen Bügelbund vermessen, begutachtet und dann für gut abgenommen. So konnten wir dann ab September 2005 den Ligabetrieb aufnehmen und erstes Lehrgeld zahlen. Das ein oder andere Spiel wurde zwar auch mal gewonnen, aber am Ende reichte es nur zum letzten Platz in der untersten Liga. Mit den gemachten Erfahrungen und voller Optimismus ging es dann in die zweite Saison 2006/2007, in der wir dann die rote Laterne abgeben konnten und uns schon im unteren Mittelfeld festsetzten.

Zwei besonders schöne Termine sind das traditionelle Grünkohlschneiden, das machen ausschließlich die Männer, meist am 28.12. dem Gründungstag, und Anfang Januar das „Grünkohl mit Pinkel“-Essen für alle Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins.

Bei wem ich jetzt das Interesse geweckt habe, der kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen oder kommt einfach mal dienstags oder freitags abends zur Bügelbahn und macht mal mit.

Mike Cook

Vorsitzender